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Berufsunfähigkeitsversicherung: Berufswechsel besser melden

Berufsunfähigkeitsversicherung: Berufswechsel besser melden

Wer seinen Beruf wechselt, sollte überprüfen, ob diese Veränderung der Berufsunfähigkeitsversicherung gemeldet werden muss. Insbesondere wenn sich der Aufgabenbereich verändert, kann sich nämlich das persönliche Berufsunfähigkeitsrisiko erhöhen. Im schlimmsten Fall kann der Versicherer dann die Leistungen verweigern, wenn der Versicherungsnehmer tatsächlich berufsunfähig wird.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht nur die Form der Berufstätigkeit – also die Beschäftigung als Arbeitnehmer, selbständige Arbeit oder der Dienst als Beamter – ein wichtiger Faktor bei der Berechnung und Gestaltung der Versicherungspolice. Auch die Art der Tätigkeit ist entscheidend. Denn abhängig davon, ob eher eine körperliche oder geistige Tätigkeit ausgeübt wird, das Unfallrisiko im Beruf groß ist oder man regelmäßig Kontakt zum Beispiel mit chemischen Stoffen hat, besteht ein unterschiedlich hohes Risiko dafür, im Laufe des Arbeitslebens von Berufsunfähigkeit betroffen zu werden.

Welche Rolle spielt der Beruf?

Deshalb wird bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach dem ausgeübten Beruf gefragt. Diese Information wird von der Versicherungsgesellschaft genutzt, um den Versicherungsbeitrag zu berechnen. Als Faustregel gilt hierbei: Je wahrscheinlicher eine spätere Berufsunfähigkeit in dem ausgeübten Berufsfeld ist, desto höhere Versicherungsprämien fallen an. Längst ist es aber nicht mehr so, dass alle Berufstätigen ein ganzes Leben ihren ursprünglichen Ausbildungsberuf ausüben. Sei es, dass sich der Beruf selbst ändert oder man sich im späteren Leben neu orientiert: Wer bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, sollte sichergehen, dass der Versicherungsschutz bei einem Berufswechsel bestehen bleibt.

Bei Berufswechsel: Berufsunfähigkeitsversicherung kann teurer werden

Je nach Versicherungsvertrag sind Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, bei einem Berufswechsel die Gesellschaft über die geänderte Situation zu informieren. Gegebenenfalls kann dies sogar eine Anpassung der Versicherungsbeiträge nach sich ziehen – sowohl zum Positiven als auch zum Negativen. Wechselt man beispielsweise in einen Beruf mit einem geringeren Berufsunfähigkeitsrisiko, dann lässt sich oftmals mit dem Versicherungsanbieter eine Reduzierung des Beitrags aushandeln. Ergibt sich hingegen ein höheres Risiko, können die Beiträge ansteigen. Verschweigen sollte man den Berufswechsel, wenn der Vertrag dies verlangt jedoch nicht – schließlich riskiert man sonst seinen Versicherungsschutz, wenn die Angaben bei Vertragsbeginn nicht mehr den Tatsachen entsprechen. Lesen Sie passend dazu unseren Artikel zum Thema Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bei neuer Versicherung auf Klausel zum Berufswechsel achten

Jedoch ist es nicht immer notwendig, einen Berufswechsel zu melden. Wer noch keine Versicherung abgeschlossen hat, sollte bei der Suche nach einem geeigneten Vertrag auch darauf achten, ob Jobwechsel angezeigt werden müssen. Verzichtet der Anbieter darauf, erspart man sich bei einem Berufswechsel in der Berufsunfähigkeitsversicherung gegebenenfalls Beitragserhöhungen – hat aber dennoch die Möglichkeit bei einem reduzierten Risiko eine Verringerung der Prämienhöhe auszuhandeln.

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