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Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht: Falsche Angaben kosten Versicherungsschutz

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht trotz jahrelanger Zahlung von Versicherungsbeiträgen? Das ist für BU-Versicherte sicherlich eine Horrorvorstellung. Allerdings gibt es zahlreiche Fälle, in denen die jeweilige Versicherungsgesellschaft damit vollkommen im Recht ist. Denn wer bei den Angaben zur Gesundheitsprüfung nicht sorgfältig vorgeht, dem droht im Ernstfall eine Leistungsverweigerung.

Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt, kann es dafür mehrere Gründe geben. Häufig liegt nach Überprüfung des Falls gar keine 50-prozentige Berufsunfähigkeit vor. Manchmal fehlen auch einfach noch Angaben oder Gutachten bevor die Berufsunfähigkeitsversicherung einen Leistungsantrag bewilligt. In einigen Fällen wird bei der Überprüfung aber auch festgestellt, dass der Versicherte beim Antrag falsche Angaben beispielsweise zur Krankengeschichte gemacht hat. Hier hat der Versicherer ggf. die Möglichkeit Leistungen zu verweigern oder zu reduzieren. Um dies zu vermeiden, sollten Versicherungsnehmer sich für das Ausfüllen des Antrags genügend Zeit nehmen und bei Unklarheiten den Hausarzt zu bisherigen Krankheiten, Diagnosen und Behandlungen befragen.

Wie oft lehnt die Berufsunfähigkeitsversicherung die Zahlung ab?

Laut einer Analyse von Morgen und Morgen macht die „Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht“ nur knapp 10 Prozent der Ablehnungen von Leistungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aus. In einem Drittel der Fälle reagiert der antragsstellende Kunde nicht auf weiterführende Fragen des Versicherers. Bei gut 28 Prozent zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht, da der notwendige Grad an Berufsunfähigkeit nicht erreicht wurde. Leider sehen sich die Versicherer auch immer wieder Fällen von versuchtem Betrug gegenüber. Etwa 13 Prozent der angezeigten Leistungsfälle wurden aus diesem Grund abgelehnt oder der Antrag angefochten.

Kaum noch abstrakte Verweisung als Grund für Ablehnung bei BU-Versicherung

Eine gute Nachricht gibt es bei diesen Zahlen allerdings für Versicherte: Nicht einmal jede hundertste Ablehnung kam aufgrund einer abstrakten Verweisung zustande. Auf diese für Versicherungskunden ungünstige Klausel wird mittlerweile in einem Großteil der BU-Policen verzichtet. Fehlt dieser Verzicht, dann kann die Berufsunfähigkeitsversicherung die Zahlungen verweigern, wenn der Versicherungsnehmer noch in einem anderen als dem bisher ausgeübten Beruf arbeiten kann. Dies ist inzwischen aber nur noch sehr selten der Fall.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen

Wer sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gegen die finanziellen Folgen einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit absichern möchte, sollte nicht nur auf einen leistungsstarken und günstigen Tarif achten. Vielmehr gilt es, schon beim Ausfüllen des Versicherungsantrags alle Angaben sorgfältig, wahrheitsgemäß und vor allem vollständig zu tätigen. Ein guter Versicherungsberater hilft nicht nur bei der Auswahl der am besten geeigneten Police. Er bietet auch Unterstützung, wenn es zu Problemen mit der Versicherungsgesellschaft beim Antrag oder später im Leistungsfall kommen sollte. Hier gehts zum kostenlosen Vergleich.