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Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Preise der Berufsunfähigkeitsversicherung

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Während eine Hausrat- oder Unfallversicherung schon für wenige Euro im Monat zu haben ist, liegen die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich höher. Kein Wunder: Schließlich zahlt die Versicherung im Leistungsfall nicht nur einen einmaligen Betrag sondern eine monatliche Rente. Zudem sind immer mehr Menschen von Berufsunfähigkeit betroffen. Mittlerweile jeder vierte Berufstätige kann seinen Job vor Erreichen des Rentenalters nicht mehr ausüben. Um dennoch einen guten Berufsunfähigkeitsschutz bieten zu können, bedarf es entsprechend hoher Versicherungsbeiträge. So können manche Verbraucher schon eine gute Absicherung für etwa 20 Euro monatlich erhalten. Andere Interessierte müssen unter Umständen mit weitaus höheren Kosten rechnen. Aber die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten lassen sich durchaus reduzieren.

Wie berechnen sich die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten?

Die genauen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind dabei von verschiedenen Faktoren abhängig. Sehr wichtig bei der Berechnung des individuellen Beitrags ist das Alter bei Versicherungsbeginn. Generell gilt: Je jünger man bei Vertragsabschluss ist, desto geringer fallen die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Einige Anbieter bieten zudem spezielle Einsteigerangebote für junge Menschen (siehe auch Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende), die einen weiteren, meist zeitlich beschränkten Rabatt bieten. Aber auch ältere Menschen sollten nicht auf einen Berufsunfähigkeitsschutz verzichten. Für sie ist es jedoch umso wichtiger, die verschiedenen Tarife genau miteinander zu vergleichen. Denn die Versicherer gewichten das Alter bei der Beitragsberechnung unterschiedlich.

Gesundheitszustand beeinflusst die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Beitragsberechnung ist der Gesundheitszustand des Versicherten. Beim Versicherungsantrag müssen eine Reihe von Gesundheitsfragen beantwortet werden. Bei dieser Gesundheitsprüfung will die Versicherung herausfinden, ob Vorerkrankungen vorliegen, die das persönliche Berufsunfähigkeitsrisiko erhöhen. Ist dies der Fall, erhebt die Versicherung entweder eine Risikozuschlag – die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten erhöhen sich also. Eine zweite Möglichkeit ist die Vereinbarung eines Leistungsausschlusses. Dabei verzichtet der Versicherte auf Leistungen, wenn eine Berufsunfähigkeit als Folge einer bestimmten Erkrankung entsteht, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall.

Vorerkrankungen nicht zugunsten der Kosten verschweigen!

Angesichts möglicher Risikozuschläge fühlen sich manche Verbraucher versucht, Vorerkrankungen bei den Gesundheitsfragen zu verschweigen. Dies ist jedoch nicht ratsam. Denn kommt es zu einer Berufsunfähigkeit, prüft der Versicherer in der Regel sehr genau, ob die Gesundheitsfragen richtig beantwortet wurden. Stellt der Versicherer dann fest, dass eine Erkrankung nicht angegeben wurde, kann er gegebenenfalls die Leistungen verweigern. Der Versicherte hätte in diesem Fall jahrelang Beiträge zur Versicherung geleistet, ohne dass dann auch eine Rente gezahlt wird.

Risikoreiche Berufe zahlen mehr bei BU

Nicht nur das Alter und der persönliche Gesundheitszustand haben Einfluss auf das individuelle Berufsunfähigkeitsrisiko und damit die Höhe der Versicherungsbeiträge. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wird auch der ausgeübte Beruf bei der Beitragskalkulation berücksichtigt. Denn wer beispielsweise einen körperlich stark beanspruchenden Beruf ausübt, ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von Berufsunfähigkeit betroffen, als ein Menschen mit einem Bürojob. Die Versicherer unterscheiden dabei verschiedene Risikogruppen. Dachdecker und Altenpfleger werden dabei in der Regel in die höchste Risikogruppe eingestuft. Sie müssen folglich auch am meisten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufwenden. Diplomkaufleute, Ärzte und Apotheker sind hingegen sehr selten betroffen. Sie zahlen daher im Vergleich nur geringe Beiträge.
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Leistungsumfang bestimmt die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Neben den individuellen Faktoren ist es meist auch so, dass sehr leistungsstarke Tarife mehr kosten als Angebote, die nur einen Basisschutz bieten. Verbraucher sollten aber genau bedenken, ob sie auf Leistungen zugunsten eines günstigeren Preises verzichten wollen. Ein Beispiel: Manche Tarife bieten umfangreiche rückwirkende Leistungen, andere verzichten darauf. Die Feststellung der Berufsunfähigkeit kann sich unter Umständen über Monate hinziehen. Wird dann nicht rückwirkend geleistet, fehlen für den entsprechenden Zeitraum umfangreiche Zahlungen.

Auch die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente hat Auswirkungen auf den Versicherungsbeitrag. Die Rente sollte jedoch nicht zu niedrig angesetzt werden, sonst reicht sie im Ernstfall nicht aus, die Einkommensverluste auszugleichen. Vielmehr sollte sich die Rentenhöhe an der zu erwartenden Versorgungslücke bei Berufsunfähigkeit orientieren.

So lassen sich die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten reduzieren

Wer auf der Suche nach einer leistungsstarken Berufsunfähigkeitsversicherung ist, möchte vielleicht nicht den teuersten Tarif wählen. Während es bei vielen Versicherungen die Möglichkeit gibt, die Kosten etwa durch einen Selbstbehalt zu reduzieren, kann man dies bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht. Allerdings lassen sich Leistungsausschlüsse vereinbaren, wenn Vorerkrankungen vorliegen. Dann ist man allerdings nur unzureichend geschützt.

Eine weitere Möglichkeit der Kostensenkung ist eine reduzierte Versicherungslaufzeit. So kann man den Versicherungsschutz etwa bis zum Alter von 60 Jahren begrenzen und so Kosten sparen. Dies ist allerdings in den meisten Fällen ebenfalls nicht empfehlenswert, da mit steigendem Alter auch das Risiko für Berufsunfähigkeit steigt. Der beste Weg Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung zu sparen, ist ein genauer Vergleich der verschiedenen Angebote. Denn zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot liegen nicht selten Unterschiede von mehreren Hundert Euro pro Jahr.

Unisex Tarife: Berufsunfähigkeitsversicherung ebenfalls betroffen

Bisher war das Geschlecht ein wichtiges Kriterium für die Prämie der Berufsunfähigkeitsversicherung. So müssen Frauen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich mehr ausgeben als Männer. Mit dieser Praxis ist jedoch spätestens zum 21.12.2012 mit der Einführung der Unisex Tarife Schluss. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxenburg verstoßen diese Tarife gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung von Mann und Frau. Deshalb dürfen Versicherer künftig für alle Versicherungssparten nur noch sogenannte Unisex-Tarife anbieten. Versicherungsnehmer müssen sich dabei in jedem Fall auf höhere Prämien einstellen. Dies gilt insbesondere auch, was eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit betrifft.

Hohe Preissteigerungen bei BU durch Unisex-Tarife erwartet

Es ist durchaus zu vermuten, dass die Versicherungen die Tarifumstellung dazu nutzen werden, die Prämien kräftig zu erhöhen. Deshalb raten die Verbraucherzentralen und auch die Stiftung Warentest dazu, eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst noch vor dem Umstellungstermin abzuschließen. Besonders betroffen von der Umstellung zu den neuen Tarifen sind männliche Versicherungsnehmer. Diese konnten bisher im Vergleich zu weiblichen Versicherungsnehmern von günstigeren Prämien profitieren. Die Zeitschrift Finanztest hat die Folgen der Umstellung durch eine Stichprobe bei elf Versicherern geprüft. Insgesamt hat Finanztest bei 20 Versicherungen die neuen Tarife angefragt. Neun Assekuranzen teilten mit, dass diese noch nicht genau feststünden. Bei den restlichen elf Anbietern ist jedoch eine klare Tendenz zu teilweise kräftigen Prämienerhöhungen erkennbar.

So ergibt sich aus der Stichprobe, dass Männer beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Prämienerhöhungen von bis zu 35 Prozent rechnen müssen. Wer nun jedoch vermutet, dass im Gegenzug die Tarife für Frauen entsprechend günstiger werden, sieht sich getäuscht. Die Prämien für weibliche Versicherungsnehmer sinken wenn überhaupt nur in einem sehr geringen Umfang. Wer also den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung plant, sollte diesen in jedem Fall auf einen Termin vor der Tarifumstellung vorziehen.

Update: Viele Versicherer haben bereits nach außen kommuniziert, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen, die nach dem 1. August 2012 von Frauen abgeschlossen wurden, mit der Umstellung auf Unisex Tarife im Dezember automatisch zum Vorteil der Kunden angepasst werden. Das heißt, dass mit dem Abschluß einer BU nun nicht mehr bis zum Jahresende gewartet werden muß, um von den günstigeren Tarifen zu profitieren.

Vorsicht bei Tarifumstellungen der BU

Von den Prämienerhöhungen sind ausschließlich Neuverträge betroffen. Auf bereits bestehende Policen haben diese keinen Einfluss. Vorsicht ist jedoch geboten bei Vertragsänderungen. Soll beispielsweise nachträglich die Versicherungssumme erhöht werden, so kann dies von der Versicherung unter Umständen als Neuabschluss gewertet werden. In diesem Fall würden die neuen Unisextarife greifen, was eine Erhöhung der Prämie bedeutet. Die alten Regeln gelten nur dann, wenn im Vertrag ausdrücklich das Recht auf eine nachträgliche Erhöhung der Versicherungssumme eingeräumt wird. Diese Option wird jedoch nicht bei allen Tarifen der Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten. Wer seine Versicherungssumme erhöhen möchte, weil beispielsweise die Hochzeit oder die Geburt eines Kindes ansteht, sollte die Vertragsänderung nach Möglichkeit ebenfalls noch vor dem 21.12.2012 durchführen. Im Zweifelsfall lohnt hier ein genauer Blick in die jeweiligen Vertragsbedingungen.

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