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Unfallversicherung

Private und gesetzliche Unfallversicherung

In Hinblick auf eine Unfallversicherung unterscheidet das Versicherungsrecht zwischen einer privaten Unfallversicherung und einer gesetzlichen Unfallversicherung. Grundsätzlich gibt es aber auch hier in jedem Bereich Sonderformen, so dass man sowohl von Sozialversicherungen als auch von Individualversicherungen spricht.

Eine Sozialversicherung liegt beispielsweise immer dann vor, wenn die Unfallversicherung als zwingend vorgeschriebene Sozialversicherung eines Arbeitnehmers abgeschlossen wurde. Sie ist aber immer dann auch eine Individualversicherung, wenn sie als private Unfallversicherung abgeschlossen wurde und es zu einem privatrechtlichen Versicherungsvertrag zwischen dem Versicherungsnehmer und der Versicherungsgesellschaft kommt. Bei einer privaten Unfallversicherung besteht zudem die Möglichkeit, gleichzeitig auch noch weitere Personen, wie beispielsweise den Ehepartner oder Kinder, mit in das Versicherungsverhältnis zu inkludieren.

Rechtlicher Hintergrund der gesetzlichen Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist grundsätzlich eine Sozialversicherung und für jeden Arbeitnehmer eine Pflichtversicherung. Dabei rechnet man sie versicherungsrechtlich gleichzeitig zu den sogenannten gegliederten Sozialversicherungen, da es sich hier um einen eigenständigen Versicherungszweig handelt. Ihre Funktion und ihr Aufgabengebiet bezieht sich dabei nahezu ausschließlich auf Unfälle, die auf dem Weg zur Arbeit, während der Arbeitszeit im Unternehmen und auf dem direkten Heimweg von der Arbeit eintreten. Private Unfälle oder Unfälle, die während des Urlaubs eintreten, sind hier nicht versichert. Die rechtliche Grundlage der gesetzlichen Unfallversicherung ist dabei das SGB VII, also das Siebte Buch des Sozialgesetzbuches. Gleichzeitig ist zudem die sogenannte BKV, also die Berufskrankheitenverordnung, von Bedeutung.

Rechtlicher Hintergrund der privaten Unfallversicherung

Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung besteht für die private Unfallversicherung kein Versicherungszwang, so dass sich Personen, die nicht in die gesetzliche Sozialversicherungspflicht fallen, frei entscheiden können, ob sie eine Unfallversicherung abschließen oder nicht. Dies sollte auch gut überlegt sein, da eine Unfallversicherung nicht in jedem Fall haftet und die meisten Folgen eines Unfalls durch eine gute private Krankenversicherung ohnehin abgesichert sind.

Wer trotzdem nicht auf eine private Unfallversicherung verzichten möchte, sollte sich über die rechtlichen Hintergründe dieser Individualversicherung informieren. Hier gilt es immer sehr sorgfältig die Versicherungsbedingungen zu lesen, da ein privater Unfallversicherungsvertrag nur für die vereinbarten Leistungen zwingend einzuhalten ist. Das bedeutet, eine private Unfallversicherung haftet nur für die ausdrücklich vereinbarten Versicherungsfälle.

Aufgaben der Unfallversicherung

Zu den grundlegenden Aufgaben der Unfallversicherung gehört, dass nach einem eingetretenen Versicherungsfall die vertraglich vereinbarte Leistung zu gewähren ist. Dabei richtet sich der Umfang der zu gewährenden Leistungen immer nach den Vereinbarungen, die im Versicherungsvertrag festgeschrieben wurden. Im Wesentlichen wird es sich dabei um eine einmalige Kapitalleistung handeln, wobei aber auch dauerhafte gezahlte Renten durchaus vereinbart werden können. Ebenso erstattet die Unfallversicherung – und hier vorrangig die private Unfallversicherungen – aber auch je nach Versicherungsvertrag Bergungskosten, Sofortleistungen bei Schwerverletzungen, Reha- und Kuraufwendungen und ähnliche Beträge. Auch hier kommt es also immer darauf an, was im Vertrag letzten Endes festgeschrieben wurde.

Leistungen der Unfallversicherung

Die Leistungen einer guten Unfallversicherungen orientieren sich zumindest in Hinblick auf die privaten Unfallversicherungen immer am Aufgabenspektrum der Unfallversicherung als Versicherungszweig und natürlich am abgeschlossenen Versicherungsvertrag. Somit wird die vereinbarte Leistung zuerst einmal in Form einer Kapitalleistung erbracht.

Ob es sich dabei allerdings um eine Einmalzahlung, um eine wiederkehrende – also regelmäßige – Rentenzahlung, oder um eine Kostenübernahme mit Leistungsträgern handelt, wird individuell vereinbart. Bergungskosten werden dabei in der Regel direkt verrechnet. Das gleiche gilt in der Regel auch für eine medizinische und technische Soforthilfe bei schwerer bis sehr schwerer Verletzung. Hierzu zählt unter anderem ein Einsatz des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr oder auch ein Hubschraubertransport.

Unterscheidungen in der privaten Unfallversicherung

Entsprechend der Art der Leistungserbringung und entsprechend dem jeweils zu Grunde liegenden Versicherungsvertrag unterscheidet man verschiedene private Unfallsversicherungen. Hier sind allerdings auch die diversen Zusatzoptionen zu beachten, sowie der Sachverhalt, ob es sich um eine Versicherung gegen Einmalzahlung oder gegen laufende Beträge handelt. Zudem gibt es verschiedene Sonderformen der Ausgestaltung.

Unfallversicherung Test

Unabhängige Ratingagenturen testen nicht nur die Berufsunfähigkeitsversicherungen, sondern natürlich auch andere Produkte wie die Unfallversicherung. Gesellschaften, die im BU Test gut abgeschnitten haben,müssen nicht zwangsläufig auch beim Unfallversicherung Test gut sein. Auf den Seiten von www.unfallversicherungen-test.net finden Interessierte weitere Testberichte zum Thema. Der aktuelle Testsieger bei den Unfallversicherungen ist übrigens ein Tarif der Swiss Life (P350 Primus Premium). Dieser konnte sich knapp vor den Tarifen der Interrisk und einem weiteren Tarif der Swiss Life im Unfallversicherung Test durchsetzen.